GLAUKOM-OP

KANALOPLASTIK - HÄUFIGE FRAGEN

WARUM KOMMEN JEDES JAHR (CA. 200) GLAUKOM-PATIENTEN MIT DER FRAGE EINER OPERATION ZU UNS?

Viele der Patienten, die zu uns kommen, sind unzufrieden mit ihrer bisherigen Glaukom-Behandlung. Auch kann die Kanaloplastik eine schonende Alternative zur operativen Standardbehandlung (Glaukom-OP) sein.

 

WELCHE PROBLEME TRETEN HÄUFIG BEI DER MEDIZINISCHEN BEHANDLUNG VON GLAUKOM-PATIENTEN AUF?

Es kommt vor, dass die Augentropfen unzureichend für die notwendige Drucksenkung sind. Bei vielen Patienten kommt hinzu, dass sie eine Unverträglichkeit gegenüber den Augentropfen entwickeln. Es kann Probleme mit der regelmäßigen Anwendung der Augentropfen geben.

 

WIE SIEHT DER TYPISCHE BEHANDLUNGSABLAUF BEI EINER KANALOPLASTIK IM AUGENCENTRUM KÖLN AUS?

Unsere Patienten nehmen meist telefonisch Kontakt auf. Es erfolgt eine Vorabüberprüfung der letzen Befunde – soweit möglich – per Email. Danach findet die ausführliche Voruntersuchung beider Augen in unserem Augencentrum in Köln Porz statt. Die Behandlung selbst wird ambulant durchgeführt; es wird zunächst nur ein Auge behandelt. Die Patienten planen eine Übernachtung im Hotel ein, z. B. im Hotel Lemp. Nach der Behandlung werden die Patienten für ca. zwei Wochen arbeitsunfähig geschrieben.

 

WANN KANN DAS ZWEITE AUGE BEHANDELT WERDEN?

Das zweite Auge wird ca. 4-8 Wochen nach dem ersten Auge behandelt; die Behandlung erfolgt ebenfalls ambulant.

 

WER ÜBERNIMMT DIE NACHBETREUUNG?

Die Weiterbetreuung kann durch den eigenen Augenarzt in der Heimat erfolgen, ggf. empfiehlt Prof. Dr. Körber einen Spezialisten in der Nähe Ihres Wohnortes.

 

KANN ICH NACH EINER KANALOPLASTIK GANZ AUF AUGENTROPFEN VERZICHTEN?

Unsere langjährigen Erfahrungen als Pioniere dieser Behandlungsmethode zeigen, dass nach dem Eingriff häufig ganz auf eine tägliche medikamentöse Behandlung mit Tropfen verzichtet werden kann und Ihr Sehnerv durch die dauerhafte Drucksenkung nach der Kanaloplastik über viele Jahre erhalten bleibt.

 

GIBT ES WEITERE OPERATIVE BEHANDLUNGSMETHODEN (GLAUKOM-OP)?

Es gibt eine Vielzahl von operativen Behandlungsformen des Glaukoms mit mehr oder weniger experimentellem Charakter. Hier sollen nur die beiden häufigsten Behandlungsformen aufgezeigt werden.

 

  • Die operative Standardbehandlung ist die Trabelektomie. Vereinfacht gesprochen wird ein zweiter Abfluss für das Kammerwasser mit einem künstlichen Loch im Auge erzeugt.
  • Darüber hinaus werden auch verschiedene Laserverfahren eingesetzt. Die Drucksenkung ist bei dieser Behandlungsform jedoch nicht so nachhaltig wie bei der Kanaloplastik.

WORAUF SOLLTEN PATIENTEN BEI DER AUSWAHL DES AUGENARZTES FÜR EINE KANALOPLASTIK ACHTEN?

Die Kanaloplastik ist im Vergleich zu anderen Glaukom-OP-Verfahren langfristig effektiv und zugleich schonend, da das Gewebe am Auge erhalten bleibt. Aufgrund der Schwierigkeit der Operation ist die Erfahrung des durchführenden Chirurgen von besonderer Bedeutung. Achten Sie deshalb darauf, dass der Chirurg die Kanaloplastik häufig durchführt.


WIE HOCH SIND DIE KOSTEN FÜR DIE BEHANDLUNG?

Die Kosten für die ärztlichen Leistungen im Rahmen der Kanaloplastik liegen um die 2.200 Euro pro Auge und werden im Gegensatz zu der invasiveren Trabelektomie noch nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Private Krankenkassen zahlen schon heute die Behandlung. Obwohl die Entscheidung über das Verfahren immer im Einzelfall zu treffen ist, ist die Entscheidungsfindung ähnlich abzuwägen wie bei einem zahnerhaltenden Inlay oder einer zahnersetzenden Krone: Sie entscheiden selbst, was Ihnen Ihre Gesundheit und Ihr Augenlicht wert ist.